Kurz gesagt: Aus einer normalen Flasche Wein bekommst du etwa sechs Gläser. Alles andere ist Feintuning.
Die Frage klingt banal, ist beim Einladen aber goldwert. Denn niemand will mitten im Abend feststellen, dass zwei Flaschen für sechs durstige Freunde reichen sollen. Also rechnen wir das einmal in Ruhe durch, ohne Taschenrechner und ohne Belehrung.
Die einfache Rechnung
Eine Standardflasche fasst 0,75 Liter. Ein normal eingeschenktes Glas liegt bei etwa 0,1 Liter. Macht rechnerisch 7,5 Gläser, in der Praxis eher sechs, weil ja auch mal was daneben geht oder das letzte Glas etwas voller wird. Schenkst du großzügiger ein, also rund 0,15 Liter, kommst du auf etwa fünf Gläser. Beides ist völlig normal, es hängt nur davon ab, wie du hältst.
Merk dir einfach die Sechs. Eine Flasche, sechs Gläser. Von da aus lässt sich alles hochrechnen.
Wie viel pro Person?
Die entspannte Faustregel lautet: etwa eine halbe Flasche pro Person über einen langen Abend, also grob drei Gläser. Das gilt für eine gesellige Runde, in der getrunken, geredet und gegessen wird. Beim Essen darf es etwas mehr sein, weil der Wein den Gang begleitet. Wenn ihr euch nur auf einen Aperitif trefft, reicht deutlich weniger.
Für eine Runde von vier Leuten heißt das: zwei Flaschen als Basis. Für sechs Personen plane drei ein, für acht eher vier. Und wenn du weißt, dass deine Leute gern länger sitzen, leg immer eine Reserve dazu. Übrig gebliebener Wein ist kein Problem, ein leerer Kühlschrank um zehn schon. Wenn du gleich einen ganzen Abend auf die Beine stellst, hilft dir übrigens unser Guide zum Mädelsabend planen weiter.
Die Mengen-Tabelle für den Überblick
Und wenn du gar nicht rechnen willst: Hier ist die Tabelle zum Merken. Dinner heißt langer Abend mit Essen, Party heißt vier Stunden Trubel, Aperitif heißt ein, zwei Gläser vor dem eigentlichen Plan.
| Gäste | Aperitif | Dinner | Party (4 Std.) |
|---|---|---|---|
| 2 | 1 Flasche | 2 Flaschen | 2 Flaschen |
| 4 | 2 Flaschen | 3 Flaschen | 4 Flaschen |
| 6 | 2 Flaschen | 4 Flaschen | 5 Flaschen |
| 8 | 3 Flaschen | 5 Flaschen | 7 Flaschen |
| 10 | 3 Flaschen | 6 Flaschen | 8 Flaschen |
Gerechnet mit 0,4 l pro Person beim Dinner, 0,3 l pro Person für die ersten zwei Party-Stunden plus 0,15 l je weitere Stunde, und 0,2 l pro Person beim Aperitif. Aufgerundet auf ganze Flaschen à 0,75 l.
Warum es nie exakt aufgeht
Gläser sind unterschiedlich groß, Hände unterschiedlich locker, und beim Anstoßen zählt eh keiner mit. Genau deshalb ist die Sechser-Regel so praktisch: Sie ist bewusst grob und liegt trotzdem fast immer richtig. Wichtiger als die exakte Milliliterzahl ist, dass genug kalt steht. Nichts bremst einen guten Abend so zuverlässig wie eine leere, warme Flasche.
Wenn du den Wein verschenkst statt ausschenkst, gilt die Rechnung übrigens genauso: Eine Flasche ist ein Abend zu zweit. Wie du daraus ein schönes Geschenk machst, haben wir hier aufgeschrieben. Und wenn du gleich für eine größere Runde planst, greif direkt zum Sechserpack, dann musst du nie zwischendurch nachrechnen.
Noch nicht durstig? Der Kreis erfährt es zuerst.
