Wissen

Rotweinflecken entfernen:
Was wirklich hilft.

Engel & Flamme · 4 Min. Lesezeit
HEAVEN Rosé von Engel & Flamme wird im warmen Gegenlicht in ein Glas eingeschenkt
Rosé im Gegenlicht. Fleckenrisiko: überschaubar.

Das Glas kippt, der Tisch wird rot, alle schauen. Atme durch. Mit den richtigen Handgriffen ist der Fleck in ein paar Minuten Geschichte.

Es passiert immer im schönsten Moment. Mitten im Lachen, mitten im Mädelsabend, mitten in der Geschichte, die gerade jemand erzählt. Eine Handbewegung zu viel, und der Rotwein liegt auf der Tischdecke, dem Teppich oder dem neuen Kleid. Die gute Nachricht: Ein frischer Rotweinfleck ist kein Drama, sondern eine Frage der ersten Minute. Wer die richtigen Handgriffe kennt, bleibt entspannt, während alle anderen noch hektisch nach Servietten suchen. Und die gehen so.

Die ersten sechzig Sekunden

Das Wichtigste zuerst: Tupfen, nicht reiben. Nimm ein sauberes, saugfähiges Tuch, Küchenrolle geht auch, und drück es auf den Fleck. Arbeite von außen nach innen, damit sich der Wein nicht weiter ausbreitet. Reiben schiebt den Farbstoff nur tiefer in die Fasern, genau das willst du nicht.

Danach kommt der beste Helfer im Haus: Mineralwasser mit viel Kohlensäure. Großzügig auf den Fleck geben, kurz sprudeln lassen, wieder tupfen. Die Kohlensäure löst den Farbstoff aus dem Stoff und du hebst ihn Stück für Stück mit dem Tuch heraus. Zwei, drei Runden davon, und aus dem dunkelroten Schreck ist oft nur noch ein blasser Schatten geworden.

Tupfen, nicht reiben. Dieser eine Satz rettet mehr Tischdecken als jedes Hausmittel.

Der Salz-Mythos, ehrlich eingeordnet

Kaum kippt irgendwo ein Glas, ruft jemand nach Salz. Der Griff zum Salzstreuer ist der bekannteste Reflex am Tisch, und er ist leider nur die halbe Wahrheit. Salz saugt die Flüssigkeit auf, das sieht nach Wirkung aus. Der rote Farbstoff bleibt aber im Gewebe, und auf Teppichen und empfindlichen Stoffen kann Salz den Fleck sogar festsetzen. Im Notfall auf robuster Baumwolle: okay. In allen anderen Fällen gewinnt Mineralwasser plus Geduld. Falls du solche Weisheiten sammelst: Wir haben noch mehr davon in unserem Wein-Mythen-Check auseinandergenommen.

Hausmittel je Material

Kleidung. Erst Mineralwasser und tupfen, dann Gallseife auf die feuchte Stelle geben, sanft einarbeiten und ein paar Minuten wirken lassen. Anschließend so warm waschen, wie es das Pflegeetikett erlaubt. Ein Punkt ist wichtig: Erst in den Trockner, wenn der Fleck wirklich weg ist. Hitze fixiert die Farbe, und was einmal eingebrannt ist, bleibt.

Teppich. Tupfen, Mineralwasser, tupfen, wie oben. Danach eine Paste aus Natron und etwas Wasser auf die Stelle geben, komplett trocknen lassen und absaugen. Das Natron zieht die restliche Feuchtigkeit samt Farbe aus den Fasern. Alternativ funktioniert lauwarmes Wasser mit einem einzigen Tropfen Spülmittel, sparsam aufgetragen und wieder abgetupft.

Sofa. Hier gilt: weniger ist mehr. Polster verzeihen keine Wasserfluten, also nur leicht feucht arbeiten und jedes Mittel zuerst an einer verdeckten Stelle testen. Etwas Spülmittelschaum, vorsichtig aufgetupft, holt den frischen Fleck meist raus. Bei empfindlichen Bezügen wie Samt oder Leinen lieber gleich eine Polsterreinigung fragen, bevor du den Bezug ruinierst.

Tischdecke. Der entspannteste Fall. Nach dem Abend über Nacht in kaltem Wasser einweichen, morgens normal waschen. Weiße Baumwolle bekommt mit etwas Zitronensaft und einem Platz in der Sonne noch eine Extraportion Bleiche, ganz ohne Chemie.

Wenn der Fleck schon eingetrocknet ist

Auch dann ist noch nicht alles verloren. Weich den Stoff zuerst mehrere Stunden in kaltem Wasser ein, dann kommt die Gallseife zum Einsatz. Bei hartnäckigen Rändern hilft Glycerin aus der Drogerie: auf den Fleck geben, eine Stunde wirken lassen, auswaschen. Es löst den alten Farbstoff wieder an. Weiße, farbechte Stoffe vertragen zusätzlich Sauerstoffbleiche aus dem Drogeriemarkt. Und ein ehrliches Wort zum Schluss: Manche alten Flecken gehen nicht mehr komplett raus. Dann ist die professionelle Reinigung der letzte Schritt, oder du erklärst den Fleck zur Erinnerung an einen wirklich guten Abend.

Die eleganteste Lösung steht im Kühlschrank

Ein alter Trick besagt übrigens, dass Weißwein auf dem Rotweinfleck hilft, weil er den Farbstoff verdünnt. Stimmt sogar ein bisschen. Aber ganz ehrlich: Dafür ist uns HELL zu schade. Der wirklich entspannte Weg ist ein anderer. Mit Rosé und Weißwein im Glas passiert das ganze Drama nämlich deutlich seltener. HEAVEN und HELL sind hell im Glas und hell in der Bilanz: Ein Spritzer auf dem Sommerkleid ist mit etwas Wasser erledigt, kein Natron, keine Gallseife, kein Einweichen über Nacht. Wie lange sich die angebrochene Flasche danach hält, haben wir hier aufgeschrieben.

Weniger Drama, mehr Abend.

HEAVEN Rosé und HELL Weißwein: das Duo, das keine dunklen Spuren hinterlässt.

Zum Wein

Noch nicht durstig? Der Kreis erfährt es zuerst.

Häufige Fragen

Wie bekommt man Rotweinflecken aus der Kleidung?

Sofort tupfen, nicht reiben, dann Mineralwasser mit viel Kohlensäure auf den Fleck und weiter tupfen. Danach Gallseife einarbeiten, kurz wirken lassen und laut Pflegeetikett waschen. Erst in den Trockner, wenn der Fleck komplett weg ist, denn Hitze fixiert die Farbe.

Hilft Salz wirklich gegen Rotweinflecken?

Weniger als sein Ruf. Salz saugt nur die Flüssigkeit auf, der Farbstoff bleibt im Stoff, und auf Teppichen kann Salz den Fleck sogar festsetzen. Mineralwasser plus geduldiges Tupfen funktioniert fast immer besser.

Wie entfernt man eingetrocknete Rotweinflecken?

Mehrere Stunden in kaltem Wasser einweichen, dann Gallseife. Hartnäckige Ränder löst Glycerin aus der Drogerie an, weiße farbechte Stoffe vertragen zusätzlich Sauerstoffbleiche. Ganz alte Flecken gehen nicht immer vollständig raus, dann hilft die Reinigung.

Gehen Rotweinflecken aus Sofa und Teppich wieder raus?

Frisch behandelt meistens ja. Teppich: tupfen, Mineralwasser, dann Natron-Paste trocknen lassen und absaugen. Sofa: wenig Feuchtigkeit, erst an verdeckter Stelle testen, bei empfindlichen Bezügen die Polsterreinigung fragen.

Weiterlesen im Journal
Wein-Mythen im Check

Acht Weisheiten, ehrlich sortiert: Was stimmt wirklich?

Wein öffnen ohne Korkenzieher

Die Tricks, die wirklich funktionieren.

Wie lange hält offener Wein?

Was die angebrochene Flasche wirklich verträgt.